
Heute geht es um Investitionen in Technik für die Intralogistik, also bspw. Lagertechnik, Flurfördertechnik, Hebetechnik u. v. m., gerne manuell, halb- oder vollautomatisch.
Das Problem:
Oft, sehr oft, erleben wir, dass die Technik direkt und sofort beim Lieferanten eingekauft wird, also meist beim Hersteller. Nicht alle, aber die Mehrheit der Hersteller tun
dabei Folgendes:
- Sie bieten - natürlich - die eigenen Produkte und Lösungen an, also das, was sie beherrschen und seit langem erfolgreich verkaufen. Jegliche Neutralität und Lösungsoffenheit fehlt!
- Sie unterstellen, dass der Kunde (also SIE) im Großen und Ganzen weiß er will und braucht, vor Allem hinsichtlich Art der Lösung und Kapazität.
Beides führt regelmässig zu Problemen. Warum?
Die Situation beim Kunden - auch bei Ihnen?
Situation 1: Wir erleben, dass Kunden die alte, vorhandene Technik schon sehr lange in Betrieb haben und seit langem darunter leiden. Aus verschiedensten Gründen war eine
Investition in etwas Neues nicht möglich bzw. gewollt. Die Organisation hat sich mit den Mängeln (Prozesse, Qualität, Kosten) "arrangiert".
Situation 2: Wir erleben aber auch, dass durch Wachstum, durch Insourcing oder aufgrund von Planungen von Baumaßnahmen das Thema einer kostengünstigen Bewirtschaftung der
Immobilie durch "moderne Technik" plötzlich in den Fokus der Entscheidungsträger rückt. Dies kombiniert mit der berechtigten Befürchtung, welche Personen denn wohl in Jahren noch in der Logistik
(physisch) arbeiten möchten.
Situation 3: Ein neues ERP-System soll angeschafft werden bzw. wird geprüft, ob dies notwendig ist. Nach nur kurzer Zeit der Auseinandersetzung mit dem Thema wird dem Kunden
bewusst, dass die Materialwirtschaft, in Teilen der Einkauf, die Produktion, der Vertrieb etwas mit Logistik zu tun haben und schon geht es los. Gegebenenfalls in Kombination mit Situation 1
und/oder 2.
Alle drei Situationen haben etwas gemeinsam:
- Der Kunde weiß nur, dass es "so nicht weitergehen kann" ... und darf.
- Er weiß nicht konkret wie es aktuell im Operativen ist, er kennt die Potentiale in den Ist-Prozessen nicht!
- Er kennt deshalb auch die kurz- und langfristigen Zielprozesse nicht, auch nicht, was außerhalb des Unternehmens in der Branche "State of the Art" wäre.
- Deshalb wird er auch keine Logistikstrategie haben, und falls doch, hält sie der Realitiät nicht Stand!
- Dies hat zur Folge, dass der Kunde Technik (eigentlich) nicht einkaufen kann, weil er weder weiß was er will, noch was er braucht!
Ein eigenes Projektteam ist die Lösung:
Bevor man die Fragen Investition ja oder nein? jetzt oder später? neu oder Retrofit? make or buy? überhaupt beantworten kann braucht man ein Projektteam.
Dieses Projekt "vor dem Projekt" ist die Investition, die sich für Sie garantiert rechnet. Wenn Sie selbst ein Team haben, brauchen Sie auch keinen externen Logistikberater oder
Sie nehmen nur eine Person als Sparringspartner, der seine Fachkenntnisse einbringt und beim Projektmanagement hilft. Je weniger Personen und Kapazität Sie selbst haben, desto stärker muss das
Team jedoch extern durch Logistikprofis besetzt sein.
Was sind die ersten und wichtigsten Aufgaben des Projektteams:
- Ermitteln der Ist-Situation, der Ist-Kosten, der mittelfristigen Konsequenzen wenn man NICHT handelt - daraus schaffen einer Dokumentation, damit die Stakeholder grünes Licht geben, um das Projekt überhaupt zu starten. Der "interne Vertrieb" des Projekts ist sehr wichtig!
- Erarbeiten einer Logistikstrategie, die sich aus der Unternehmensstrategie ableitet.
- Erarbeiten und Bewerten wichtiger Themen (Aufgaben, Probleme, Potentiale wie auch immer man es nennen mag), die durch die neue Investition "gelöst" werden sollen. Daraus kann später auch ein RoI abgeleitet werden, wichtig!
- Erarbeiten des - zunächst noch - groben Zielprozesses.
- Schaffen einer Datenbasis für die Logistikplanung, nicht nur Lagermengen, sondern sämtliche Bewegungsdaten, alle Artikel- und Verpackungsspezifika etc.
Erst wenn Sie diese Aufgaben erledigt haben, sind Sie in der Lage
- die richtigen Anbieter identifzieren zu können,
- aufgrund einer Aussschreibung belastbare, realistische Angebote zu bekommen,
- auf Augenhöhe mit Lösungsanbietern zu verhandeln und
- Angebote und Lösungen vergleichen zu können.
und haben eine solide Basis für Ihr Projekt geschaffen!
Vielleicht denken Sie sich, liebe Leserin, lieber Leser, das alles haben wir immer so gemacht oder machen wir üblicherweise so! Dann ist es gut und ich freue mich für Sie!
Allen anderen, von denen es sehr viele gibt, wie wir von SCHOBER erleben, wünsche ich für ihr Projekt alles Gute und viel Erfolg!
Christian Schober

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