Christian Schober über Verkehrsplanung und externe Beratung

Begegnen Ihnen - gefühlt - auch immer häufiger solche oder ähnlich Situationen?:

 

FALL 1: Obwohl es erfolgreich 40 Jahre eine "fließende" (weil ampelfreie) Rechts-abbiegerspur gab wird diese - ohne Anlass und ohne, dass es dort zu Unfällen oder Gefährdungen gekommen wäre - in eine normale Ampelkreuzung umgewandelt, die nur Stau hervorruft.

 

FALL 2: Obwohl man wusste (schon wegen der langwierigen Genehmigungsverfahren), dass an dieser Stelle ein neues Wohngebiet mit 12.000 Einwohnern (!!) gebaut werden wird, hat man ein Bundesstraße (mit erheblicher Bedeutung) in eine "abknickende Vorfahrtsstraße" mit ...

...Ampelschaltung umgebaut und - ohne irgendeinen Anlass - damit den Verkehrsfluss unterbrochen und eine dauerhafte Staustelle geschaffen.

 

FALL 3: In einem Stadtteil gibt es mehr als 10 Bauvorhaben, die insgesamt zu einem Zuzug von etwa 20.000 Menschen führen wird und sich somit die Einwohnerzahl in diesem Stadtteil de facto verdoppeln wird. ABER: In Bezirksausschusssitzungen müssen Bürger die (offenbar unvorbereitete und überraschte) Politik darauf hinweisen, dass dies zu erheblichen Verkehrsproblemen führt - schon jetzt für jeden negativ erlebbar und auch seit langem Gegenstand der medialen Berichterstattung.

 

Ich könnte noch mehr eigenartige Fälle (nur aus dem Westen Münchens) aufzeigen, aber ich will nur eine Frage aufwerfen. Heutzutage, in Zeiten, in ..

welchen nicht nur in Unternehmen, sondern bspw. sogar in der Bundesregierung für spezielle Themen externe Experten hinzugezogen werden ist es doch nicht nachvollziehbar, warum lokale Verkehrsplanung a) nicht stattfindet oder nur um Jahre verspätet einsetzt und b) nicht von Profis unterstützt wird. Offenbar wird bei solch bedeutenden Entscheidungen auf die Erfahrung von Verkehrs- und Logistikspezialisten und die Nutzung von Simulationstechniken ebenso weitgehend verzichtet wie bspw. auf das nicht unerhebliche Know-How der Industrie- und Handelskammern mit ihren Fachausschüssen. Das ist nicht nur schade, sondern eigentlich skandalös. Mehr "Glück" in Ihrer Region wünscht Ihnen: Christian Schober!

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