Über Präsentationen und Kundennutzen

Heute konnte ich auf der Plattform eines "bedeutenden sozialen Netzwerks" einen Beitrag finden, der an all diejenigen adressiert war, die regelmäßig Vorträge und Referate halten . Es ging um die Langeweile, die durch immer gleichförmige Power-Point-Präsentationen bei den Zuhörern erzeugt würde. Und man hätte da eine Idee: Man könnte doch die Inhalte einer Präsentation an die Zielgruppe anpassen! Da sage ich mir doch: Ja! Chaka! Diese innovative Idee ist ein Knaller! Ein absolutes Highlight im Blumenstrauß der Empfehlungen für "besseres Verkaufen". Und so neu! Der Autor des Beitrags möchte darüber hinaus - klar wie sollte es auch anders sein... 

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Was sagt das eigentlich über unsere Gesellschaft und die Wirtschaftsteilnehmer aus? Was bedeutet es, dass sich Dinge wie Kundenorientierung, die schon vor 4 Jahrzehnten bspw. in Seminaren, weiterführenden Schulen und Fachbüchern heruntergebetet wurden, noch immer nicht durchgesetzt haben? Muss ich nun froh sein, dass es das oben genannte "Weiterbildungsangebot" in Sachen Präsentationserstellung gibt, oder sollte es mich entsetzen, dass man mit Binsenweisheiten noch immer erfolgreich sein kann?

 

In jedem Fall stimmt mich nachdenklich, dass der gesunde Menschverstand (der auch sagt: "nicht jedem kann ich die gleiche Geschichte in der gleichen Art und Weise erzählen!") entweder zunehmend abhanden kommt oder aber auch, dass bereits vorhandenes Wissen nicht erfolgreich von Generation zu Generation weitergereicht werden kann.

 

Einerseits versuchen wir als Wirtschaft Schritt für Schritt voran zu kommen und uns permanent weiterzuentwickeln und zu verbessern. Andererseits machen wir bei wichtigen Basics (und da gibt es noch viel mehr und Wichtigere als nur Präsentationen zu erstellen!) zwei Schritte zurück - und fangen dann wieder von vorne an.

 

Eine sehr alte Empfehlung, wie man sich kundenorientiert verhält, ist die, dass es wichtig ist, kritisch darüber nachzudenken, ob eine Handlung irgendeinen Mehrwert für den Kunden hat.

 

Wer sich das einmal bewusst macht, der braucht dann auch keine Schulung mehr, wie man eine gute Präsentation macht... und hält.

 

Viele Grüße, Christian Schober

 

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