Preiserhöhungen im Transportgewerbe - eine Frage der Transparenz

ein Beitrag von Christian Schober

 

Die Kosten der Transportdienstleister steigen. Das ist unstrittig. Preissteigerungen im Transportgewerbe werden häufig auf die Fahrerlöhne und den Dieselpreis reduziert. Steigende Treibstoffpreise werden oft zwar - richtiger-weise - über einen Diesel-Floater abgefedert. Allerdings kommt man aktuell kaum mit den Anpassungen hinterher.

 

Doch das aktuelle Geschehen ist tiefgreifender. 

Es geht auch um höhere Kosten für Fahrzeuge, Wartungen, Reparaturen, Services etc.. Die Holzpreise schlagen sogar auf so etwas "banales" wie Ladebalken durch. Auch das kaufmännische Personal wird teurer (weil seltener) und sogar die Digitalisierung kostet mehr Geld: Software, Hardware, Telematik-Dienstleistungen, Lizenzen, Support etc. - alles teurer. Von den weiteren Energiekosten ganz abgesehen.

Wir arbeiten sowohl  für Transportdienstleister als auch - im Schwerpunkt - für die verladende Wirtschaft. Wir erkennen, dass es drei Gruppen von Transportdienstleistern gibt. Die erste Gruppe spricht gar nicht mit ihren Kunden, die Gründe hierfür sind vielfältig und sprengen in diesem Beitrag den Rahmen. Die zweite Gruppe konfrontiert die Kunden recht pauschal mit höheren Kosten, weshalb die Preise doch erhöht werden müssten. Dabei wird noch zusätzlich auf die Inflation verwiesen. Die Verlader reagieren zurückhaltend bis abwehrend, manchmal führen sie sogar spontan eine Ausschreibung durch. 

Erfolgreich ist jedoch die dritte Gruppe. Diese Firmen verfügen über eine transparente Kalkulation für bestimmte Fahrzeugarten und insbesondere für das bestehende Geschäft mit dem zur Rede stehenden Kunden. Sie kennen alle Zahlen, die erbrachten Leistungen, wissen um Strecken und Wartezeiten und können ihren Mehrwert gut erklären und zeigen. Und Sie können zeigen, an welcher Stelle der Auftragsdurchführung welche Kosten entstehen und wie sich diese im Vergleich entwickelt haben. Guten, mit Zahlen, Daten und Fakten untermauerten Argumenten wird sich ein Verlader niemals verschließen können; vor Allem dann nicht, wenn er an einer weiteren partnerschaftlichen Zusammenarbeit interessiert ist.

 

Insofern gilt unserer Meinung nach das, was mindestens seit dem Wegfall der Tarife vor 27 Jahren (!!) schon gilt: Die Kosten- und Leistungsrechnung für die Vor- und Nachkalkulation von Fahrzeugen und Geschäften (Kunden) ist und bleibt unerlässlich für das erfolgreiche Führen eines Transportunternehmens!

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