Ärger über die sozialen Medien in den sozialen Medien

ein Beitrag von Christian Schober

 

In Beiträgen auf den verschiedenen, führenden Plattformen für Geschäftskontakte regt sich ja häufig - und gefühlt immer öfter - Unmut, über die Qualität der Inhalte von Posts und deren Bedeutung oder ob sie von Belang seien oder nicht. Ein häufiger Vorwurf ist regelmäßig, bestimmte Posts seien nicht relevant oder berührten nicht das Geschäftsleben oder seien voller Allgemeinplätze und vermeintlich Unnützem.

 

Interessant finde ich dabei, wie viel Leidenschaft Menschen darin stecken, Anderen nicht nur Ihre Meinung über deren Posts mitzuteilen, sondern diese "Abweichler" auch gleich noch zu beleidigen, abzuwerten und in Schubladen zu stecken. Was man sich online alles traut...

Interessant ist aber auch, wie viel Energie und vor Allem Lebenszeit Menschen darauf ver(sch)wenden, anderen langatmig und ausschweifend mitzuteilen, wie negativ und zeitfressend deren Posts sind, wodurch diese Leute noch mehr Zeit verschwenden und sich eigentlich in eine Spirale begeben. Denn nach dem "Reaktionspost" wird ja kräftig weiter diskutiert und beleidigt - die Threads wollen ja manchmal gar nicht mehr enden.

 

Einfacher wäre es doch, sich nur derjenigen Inhalte auf den Plattformen anzunehmen, an denen man wirklich interessiert ist. Es gibt ja wirklich hinreichend Möglichkeiten zu filtern. Und stößt man trotzdem auf etwas, was einen beim besten Willen nicht interessiert: Wie wäre es - wie beim Zeitung lesen - nach der Headline oder dem ersten Satz einfach aufzuhören? Und weiter zum nächsten Beitrag zu gehen?

 

Und falls man sich doch von einem Post derart "angefasst" fühlt, dass man sich unbedingt dazu äußern möchte, ginge das auch bilateral. Man könnte demjenigen eine Privatnachricht oder gar eine E-Mail senden oder - geht auch! - telefonieren.

 

Etwas Anderes ist es natürlich, wann das "Breittreten" von Dingen in der Öffentlichkeit einem bestimmten Geltungsdrang folgt. Ist diese Motivation Auslöser der "Diskussionen per Posting", dann kann man es nicht verhindern. Dann kann man dem ursprünglichen Autor nur empfehlen, die Kommentare nicht mehr zu lesen oder die Benachrichtigungsfunktion abzuschalten. Die Meinungsfreiheit gilt ja für Alle - auch wenn nicht jeder damit umgehen kann.

 

Freundliche Grüße aus München, Christian Schober

 

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