Christian Schober über die Frage ob Industrie 4.0 zu Logistik 4.0 und zu Beratung 4.0 führt

Unstrittig ist, dass das die sog. Industrie 4.0 (und alles was dazu gehört) in Teilen „schon da ist“ und außerdem mit voller Kraft „kommen wird“.  Ob man das gut findet oder nicht und ob man zu den Nutzern, den Forschern, den Entwicklern, den vermeintlichen Opfern oder den wirtschaftlichen Profiteuren gehört spielt dabei keine Rolle.

 

Um jedes neue Thema und Schlagwort wird immer ein enormer Hype entwickelt, getrieben u. a. von den (Fach)Medien, Interessensgruppen aller Art, Herstellern, manchmal – je nach Thema – auch von der Politik und – wie man gerne sagt – von den Unternehmensberatern.

 

Hype hin oder her: Einige wichtige Megatrends werden sich durchsetzen (früher oder später), andere versanden wieder. Geht man zurzeit auf Messen und entsprechende Veranstaltungen gewinnt man den Eindruck, dass weder die deutsche Wirtschaft im Gesamten noch einzelne Unternehmen überlebensfähig sind, ohne bei Industrie 4.0 irgendwie „mitzumachen“ – und zwar möglichst schnell. Experten aller Art prophezeien ansonsten nicht nur den baldigen Untergang dieser Unternehmen, sondern auch noch gleich ganzer Branchen.

 

Es gibt aber in den Unternehmen verschiedene Level in der Notwendigkeit und Bereitschaft, sich mit Industrie 4.0 auseinanderzusetzen. Große, global tätige Unternehmen können sich a) nicht leisten, diesen Trend zu verschlafen und b) sind daher gut beraten, ihn eher zu treiben/zu prüfen als abzuwarten (was der Wettbewerb tut!).

 

 

Mittelständische Unternehmen (je kleiner desto eher) verfügen oft nicht über die Ressourcen und die Finanzkraft vorzupreschen und zu „probieren“; man wartet eher gelassen ab und schaut „was die anderen machen“. Gleichzeitig versucht man sich auf ein zunächst noch schwammig formuliertes Ziel hinsichtlich Digitalisierung und Industrie 4.0 festzulegen und mal lose darauf hinzuarbeiten. Diese Firmen sind in der Mehrzahl!

 

Um im Bild zu bleiben: Diese Firmen arbeiten oft noch auf dem Level „Industrie 1.0“ – übrigens regelmäßig sehr erfolgreich. Diese Unternehmen benötigen aber auch entsprechende Logistiklösungen, die JETZT helfen, aber so ausgelegt sind, dass eine entsprechende sukzessive Ausweitung und die Anlage digitaler Strukturen zu einem späteren Zeitpunkt modular möglich sind.

 

Hierzu gehört auch eine Beratung, die diesen Unternehmen hilft! Was nützt eine teure Strategie- oder IT-Beratung zum Thema Digitalisierung, wenn nicht einmal die Basisaufgaben gemacht sind? Wenn die Stammdaten fehlen, die Kernprozesse uneinheitlich und nicht beschrieben sind und das ERP-System noch nicht einmal beherrscht wird, obwohl man gerade schon wieder dabei ist, dessen Ablösung zu planen?

 

Unternehmen brauchen Berater, die erkennen, was Unternehmen brauchen und die erkennen, wo der Kunde steht.  Berater, die die anstehenden Aufgaben pragmatisch, nachvollziehbar, wirkungsvoll und in die Gesamtstruktur passend lösen und gleichzeitig die Weichen für die Zukunft stellen in dem man den Kunden mit Augenmaß und in der, für das Unternehmen, richtigen Geschwindigkeit darauf vorbereitet.

 

Weiterhin viel Erfolg wünscht Ihnen Christian Schober

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