Christian Schober über Weihnachten und überforderte Paketdienste

Im November und im Dezember, in Monaten, in denen manche Branchen zwischen 50 und 80% des Jahresumsatzes machen, haben auch die Logistiker sehr viel zu tun. Früher waren es vor Allem die Stückgutspeditionen, die vom Weihnachtsgeschäft einerseits profitierten und andererseits auch davon geplagt waren. Durch den zunehmenden Onlinehandel, aber auch durch die Tendenz der permanenten Sendungsverkleinerung im B2B Bereich sind es seit einigen Jahren zunehmend die Paketdienste, die vor Weihnachten unter Strom stehen. 

Dieses Jahr wird wohl ein neuer Gipfel erreicht: noch nie wurden gegen Jahresende so oft die Themen des drohenden Verkehrskollapses in den Städten, die fehlenden und unterbezahlten Fahrer und die schieren Mengen, die man kaum noch bewältige könne, thematisiert.

 

Tatsächlich scheint die Belastbarkeit der Verkehrsinfrastruktur schlichtweg an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten an physische Grenzen zu kommen; und dort wo dem nicht so ist, kann man das wohl trotzdem für die nächsten Jahre aufgrund der historischen Zuwachsraten prognostizieren.

 

Nachdem in den vergangenen Jahrzehnten alle wichtigen City-Logistik-Konzepte gescheitert sind, weil entweder die Logistikdienstleister nicht miteinander kooperieren wollten oder die Verladerschaft nicht zusammenarbeiten wollte ist nun wohl die Zeit gekommen, in der die Städte als Empfänger – zum Wohle ihrer Bürger – die Güterströme kanalisieren müssen. Vorbei die Zeit, in der man auf fehlende IT-Kompetenz, Datenschutz und fehlende logistische Prozesskompetenz verweisen konnte. Heute geht alles: Digitalisierung in der Logistik, Big Data, Automatisierung, vertikale Datenvernetzung – alles da!

 

Die Stadtverwaltungen werden die Zügel in die Hand nehmen müssen und Belieferungskonzepte erarbeiten müssen, die Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit durch sinnvolle, unternehmensübergreifende Synergien gleichermaßen sicherstellen. Dafür muss man ausgetretene Pfade verlassen und querdenken. Wie die Lösung aussehen kann?

 

Wir haben eine Vorstellung davon – rufen Sie uns an und beginnen Sie gemeinsam mit SCHOBER daran zu arbeiten.

 

Aber zuerst wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018!

 

Ihr Christian Schober

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