Neue Logistik-Software und Lastenhefte

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Ein Beitrag von Christian Schober

 

In letzter Zeit haben uns Kunden und Geschäftsfreunde wieder verstärkt auf das Thema „neue Software“ angesprochen. Meist im Umfeld Lager (LVS, WWS) oder auch Transport (TMS). Dabei ist uns wieder aufgefallen, dass – nach wie vor – häufig zwei Kardinalfehler begangen werden, die wir eigentlich für „ausgerottet“ hielten:

 

1. Es gibt kein Lastenheft und 2. man weiß nicht, was die vorhandenen Systeme leisten (können).

Um Fehlinvestitionen und Zeitverluste zu vermeiden, können wir nur immer wieder dringend darauf hinweisen, dass es unerlässlich ist, einen Wunschzettel zu haben. Also, das Lastenheft, das beschreibt, was die Software „können“ soll. Nach einer einfachen internen Prozessanalyse und Interviews an den richtigen Stellen gibt es schon ein erstes Bild.

 

Danach sollte man prüfen, was von den „Wünschen“ denn die vorhandene Lösung bereits „kann“ oder an welchen Stellen man das Bestandssystem einfach und kostengünstig entwickeln könnte.

 

Stellt sich heraus, dass die vorhandene Lösung tatsächlich die Anforderungen weit verfehlt und eine Anpassung bzw. Weiterentwicklung oder ein Customizing nicht möglich ist (weil zu teuer oder viel zu weit weg von den Notwendigkeiten) kann man immer noch ausschreiben (bitte ebenfalls nur mit Lastenheft)!

 

Aus der Erfahrung aus 21 Jahren Beratung und mehr als 250 Projekten können wir jedoch berichten, dass fast immer (wirklich!) die vorhandene System-Landschaft unserer Kunden deutlich mehr „konnte“ als sich unsere Kunden bewusst waren. In der Regel wurde das Vorhandene nämlich häufig nicht genutzt bzw. das Knowhow zur Anwendung fehlte.

 

Eine Neuanschaffung einer Software kann natürlich gerechtfertigt sein; ob dem so ist, sollte man aber genau prüfen. Dadurch lassen sich häufig viel Zeit und Geld sparen.

 

Beste Grüße, Christian Schober

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