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Christian Schober über Pragmatismus bei der digitalen Transformation in der Logistik

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Es gab ja schon viele Hypes, Trends und Themen, die „durchs Dorf getrieben“ wurden. Aber „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ schlagen alle Vorherigen in ihrer Intensität und Häufigkeit des Umgangs mit diesen Begriffen um Längen.

Wenn Sie ab und zu auf unserer Website sind oder gar unseren Blog lesen, dann wissen Sie, dass wir auf keinen Fall Digitalisierungsgegner sind, die den alten Zeiten nachhängen. Ganz und gar nicht.

 

Aber auch im Umgang mit der Digitalisierung ist gesunder Menschenverstand gefragt. Denn Transformation (ein offenbar nicht nur wohlklingender Begriff, sondern in manchen Branchen auch ein sehr lukrativer!) ist notwendig, aber in einer individuellen Geschwindigkeit, die sich nach Unternehmensgröße, Region, Branche, Produkte, Kundenstruktur und vielem mehr orientiert.

 

Die Frage darf nicht sein, WANN man WIE die digitale Transformation angeht, sondern zunächst muss die Frage erlaubt sein: WARUM?

 

Die Frage nach dem Nutzen für das Unternehmen muss zuerst gestellt werden!

  • Gibt es einen Kundennutzen, der auch bezahlt wird?
  • Gibt es seriös ermittelbare Wettbewerbsvorteile?
  • Erhält man eine Produktivitätssteigerung bzw. Kostenreduzierung?
  • Kann man Märkte erschließen, die bis dato verschlossen waren?
  • Gibt es überhaupt einen ROI für dieses Projekt?
  •  ….

So ein teures Projekt, das enorme Ressourcen für lange Zeit bindet muss den gleichen Bedingungen und dem gleichen Projektmanagement unterworfen werden, wie jedes andere Projekt auch. Warum auch nicht?

 

Auf keinen Fall sollte man die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben, weil es „in“ ist. Oder weil der Branchenverband und das IT-Systemhaus es empfohlen haben. Oder weil der Wettbewerber es auch „macht“.

 

Und auch nicht, weil jeden Tag in irgendeinem Fachmagazin die langsame Digitalisierung der deutschen Wirtschaft beklagt und dieser zum Vorwurf gemacht wird. Von Leuten, die selbst kein Unternehmen führen!

 

Das Management muss aus tiefer Überzeugung handeln, weil die o. g. Fragen positiv beantwortet wurden; ist das nicht gegeben, sollte man nichts Überstürztes tun.

 

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Hand bei all Ihren Entscheidungen! In der Ruhe liegt die Kraft.

 

Beste Grüße, Christian Schober

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