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Christian Schober über Sekretärinnen und geerdete Chefs

Schober Beratung für Logistik, München, Bayern, Logistikplaner und Logistikberater, Lagerlogistik, Transportlogistik, Produktionslogistik, Krankenhauslogistik, Logistikdienstleister

Vergangene Woche hatte ich mich mit der Geschäftsführerin eines Kunden darüber unterhalten, ob es „klassische“ Sekretärinnen überhaupt noch gibt und wenn ja, ob das noch zeitgemäß sei.

 

Die Kundin meinte, es gäbe ja niemand mehr, der Briefe diktieren würde, die abzutippen wären. Und wir kamen schnell überein, dass es das alte Anforderungsprofil an Sekretärinnen, die neben dem Schriftwechsel im Schwerpunkt für das Wohlbefinden des Chefs sorgen sollten und auf Kaffee kochen fokussiert waren nicht mehr gibt oder zumindest nicht mehr geben müsste.

In Zeiten von Smart Phone und E-Mail ist so mancher Schriftwechsel sicherlich schneller selbst erledigt als zunächst diktiert, abgeschrieben, ausgedruckt, unterschrieben und mit der Post versandt zu werden. Die Assistentin, die mit einem ganzheitlicheren Ansatz unterstützt und sich auch inhaltlich mehr einbringt entspricht sicherlich mehr dem Zeitgeist und den heutigen Notwendigkeiten. Und es entspricht den Wünschen und Zielen dieser Mitarbeiter/innen, „mehr“ zu tun und mehr Einfluss zu haben als „nur das Catering“ zu übernehmen.

 

Es hat aber auch durchaus sein Gutes, wenn der Chef seinen Kaffee auch mal selber kocht und holt und sogar hie und da die Tasse spült. Man wird im Unternehmen gesehen, hat Kontakt zu den Mitarbeitern, weil man den Elfenbeinturm des Büros verlässt. Und man tut „normale“ Dinge, die jeder Mitarbeiter tun muss. Das erdet ein wenig und holt so manchen vom hohen Ross der Hierarchie herunter - das schadet gar nicht. Und die Mitarbeiter sehen, dass sich der Chef nicht zu schön dazu ist, normale Dinge zu tun.

 

Auch das Nachfüllen des Druckerpapiers (1000 andere Dinge sind genauso geeignet) oder Aufräumen des eigenen Büros kann dazu gehören: 15 Minuten Auszeit vom Arbeitsalltag (inkl. körperlicher Bewegung) und außerdem sieht man das Ergebnis der Arbeit sofort. Da kann es mehr Erfolgserlebnisse geben, als nach einem 2-stündigen Meeting!

 

Viel Erfolg, Ihr Christian Schober

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